FERDINAND PICHARD – rosa historische Remontant‑Hybridrose
Mit ihrer außergewöhnlich gestreiften Blüte fügt sich Ferdinand Pichard nahtlos in klassische Wiener Vorgärten und alpine Dorfgärten ein und verbindet mühelosen Zierwert mit langjähriger Gartenkultur. Die historischen, schalenförmigen Blüten zeigen einen nuancierten Rosa‑Karmin‑Streifenmix, der auch aus der Distanz sofort ins Auge fällt, während der kräftige, klassische Rosenduft den Sitzplatz oder Wegbereich dauerhaft bereichert. Aufrecht und buschig wachsend, eignet sich diese Sorte hervorragend für kleinere Rosengruppen, Heckenabschnitte oder als duftende Solitärrose in Mischbeeten. Als wurzelechte Containerrose etabliert sie sich stressarm, passt sich Ihrem Boden und Klima schrittweise an und kommt auch mit winterkalten Lagen samt langanhaltender Schneedecke gut zurecht. Im ersten Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Wurzelbildung, im zweiten Jahr füllt sich der Strauch sichtbar, im dritten Jahr entfaltet sich der volle historische Blüten‑ und Duftcharakter. So entsteht mit überschaubarem Pflegeaufwand ein langlebiger Rosenschatz für Ihren Familiengarten – Duft, Farbe, Charakter, Historie, Hecke, Solitär, Beet, Langlebigkeit.
Verwendungsmöglichkeiten
| Zielbereich | Begründung |
| Kleines Rosenbeet im Vorgarten |
Die auffällig gestreiften, großen Blüten bringen schon mit wenigen Pflanzen starke Farbwirkung in schmale Beete entlang von Einfahrten oder Gehwegen. Aufrecht‑buschiger Wuchs sorgt für Struktur, ohne zu dominant zu werden – ideal für einladende Vorgärten für anspruchsvolle, aber zeitsparende Gestalter:innen. Vorgarten |
| Duftende Solitärrose beim Sitzplatz |
Der kräftige, langanhaltende Rosenduft eignet sich hervorragend, um Terrasse oder Sitzplatz zu akzentuieren. Als Einzelstrauch kommt die charaktervolle Streifung besonders gut zur Geltung, während die remontierende Blüte über die Saison wiederholt Duftimpulse liefert – passend für genussorientierte Gartenbesitzer:innen. Duftliebhaber:innen |
| Lockere Blütenhecke entlang des Gartenzauns |
Mit 120–180 cm Höhe und guter Verzweigung bildet Ferdinand Pichard eine blicklenkende, aber nicht völlig abschirmende Hecke. Die regelmäßige Nachblüte und das historische Flair schaffen einen lebendigen Rahmen für Familiengärten, der sich gut mit Stauden und Gräsern kombinieren lässt – geeignet für Liebhaber:innen klassischer Hausgärten. Heckenfreund:innen |
| Rosenrabatte im Familiengarten |
Die Sorte verbindet dekorative, gefüllte Blüten mit mittlerem Pflegeaufwand: gelegentliches Ausputzen und angepasste Bewässerung genügen, um den Strauch vital zu halten. Damit fügt sie sich gut in gemischte Rosenrabatten ein, in denen ein verlässlicher, aber nicht arbeitsintensiver Rosenschwerpunkt gefragt ist – ideal für vielbeschäftigte Hobbygärtner:innen. Familiengarten |
| Historischer Rosenakzent im Ziergarten |
Als preisgekrönte historische Hybrid Perpetual bringt Ferdinand Pichard gartenkulturellen Wert in Anlagen, die bewusst klassisch oder nostalgisch gestaltet sind. Die charakteristische Blütenzeichnung wirkt dort wie ein lebendiges Sammlerstück, ohne besondere Spezialkenntnisse vorauszusetzen – passend für kulturinteressierte Gartenfreund:innen. Sammler:innen |
| Halbschattige Gartenbereiche |
Die Sorte verträgt halbschattige Standorte gut, wodurch sie sich auch für Bereiche eignet, die nur wenige Stunden direkte Sonne erhalten, etwa an der Nordostseite des Hauses. So lassen sich schwierige Gartenpartien blühend beleben, ohne zu anspruchsvolle Sonnenbedingungen zu verlangen – vorteilhaft für Eigentümer:innen dichter bebauter Lagen. Stadtgärtner:innen |
| Rosenkombination mit Stauden im Landhausstil |
Die mäßig dornige, buschige Struktur ermöglicht harmonische Mischpflanzungen mit Stauden wie Sedum, Günsel oder Gänseblümchen. So entstehen charmante Landhausbilder, die an alpine Dorfgärten erinnern, mit einer Rose als klar erkennbarem Mittelpunkt – interessant für Gestalter:innen, die natürliche, aber geordnete Pflanzungen bevorzugen. Landhausstil-Fans |
| Schnittrosen für Haus und Festtafel |
Die großen, gefüllten, stark duftenden Blüten eignen sich gut für den Schnitt und bringen historischen Charme in Vasenarrangements. In Regionen mit ausgeprägten Wintern und späten Frösten bleibt der Strauch dank hoher Frosttoleranz zuverlässig vital, sodass regelmäßig Schnittblüten zur Verfügung stehen – attraktiv für genussorientierte Blumenfreund:innen. Schnittblumenliebhaber:innen |
Gestaltungsideen
- Wiener Vorgartenklassiker – Ferdinand Pichard in einem schmalen Beet entlang des Gartenzauns, kombiniert mit Buchs-Alternativen und niedrigen Stauden, schafft eine einladende, formale, aber lebendige Eingangssituation – für Liebhaber:innen traditioneller Stadthausgärten.
- Alpenhaus-Rosenhecke – Locker gepflanzte Reihe entlang eines Holz- oder Metallzauns, unterpflanzt mit kriechendem Günsel, erinnert an alpine Dorfgärten und wirkt besonders stimmungsvoll in Hanglagen – für Besitzer:innen bergnaher oder rustikaler Häuser.
- Duftinsel am Sitzplatz – Ein einzelner kräftiger Strauch neben Bank oder Terrasse, flankiert von Sedum und Erigeron, sorgt über Monate für Duft und Farbspiel bei minimalem Pflegeaufwand – für Genießer:innen ruhiger Abendstunden im Freien.
- Historische Rosenrabatte – In Kombination mit anderen historischen Rosen und dezenten Stauden entsteht ein sammlungsartiges Beet mit hohem Schauwert und klarer Struktur – für kultur- und designbewusste Gartenenthusiast:innen.
- Charmante Schnittblumen-Ecke – Eine kleine Gruppe von 3–5 Pflanzen nahe am Haus liefert regelmäßig duftende Schnittrosen, ohne lange Wege und mit gut planbarem Blühertrag – für alle, die gerne frische Rosen in Vasen arrangieren.
Fachliche Sortenbeschreibung
| Merkmal | Daten |
| Name und Registrierung |
Ferdinand Pichard gehört zur Rosengruppe Hybrid Perpetual und wird im Handel als historische, immerblühende Hybridrose geführt. Etablierter Ausstellungsname bei der American Rose Society ist Ferdinand Pichard. |
| Herkunft und Züchtung |
Historische Sorte aus Frankreich, 1921 von Rémi Tanne eingeführt und über Eugène Turbat & Cie verbreitet. Die Eltern sind unbekannt, die Sorte ist nicht offiziell registriert, hat sich jedoch international im Gartenbau etabliert. |
| Preise und Auszeichnungen |
Royal Horticultural Society – Award of Garden Merit (1993); Best Old Garden Rose, Rosexpo Montréal (1999); American Rose Society „Victorian Certificate“ in mehreren Jahren, was den hohen Zier- und Ausstellungwert bestätigt. |
| Wuchs- und Aufbaucharakteristik |
Aufrechter, buschiger Strauch mit 120–180 cm Höhe und 100–150 cm Breite, mäßig dornig und mittel dicht belaubt. Das Laub ist hell- bis mittelgrün mit leicht glänzender Oberfläche, die Selbstreinigung der Blüten ist eher schwach. |
| Blütenmorphologie |
Große, schalenförmige, gefüllte Blüten mit 26–39 Blütenblättern, meist einzeln stehend. Die Sorte remontiert gut und bringt nach der Hauptblüte eine zweite, ebenfalls üppige Blütwelle, wodurch sich ein langer Zierzeitraum ergibt. |
| Farbangaben und Phänologie |
Hellrosa Grundfarbe mit lebhafter karmin- bis purpurroter Streifung; Knospen tiefrosa marmoriert. Bei starker Sonne kann die Farbe etwas verblassen und die Streifung unschärfer werden, insgesamt jedoch markanter Historiencharakter. |
| Duft und Aromatik |
Kräftiger, langanhaltender Duft mit klassischem Rosenton, besonders intensiv in der Vollblüte und bei warmer Witterung. Die dicht gefüllten Blüten dienen primär dem Zierwert, Bestäuberzugang ist aufgrund der Blütenfüllung eingeschränkt. |
| Hagebutteneigenschaften |
Es entstehen nur gelegentlich kleine, 12–18 mm große, eiförmige Hagebutten in orange-roter Färbung. Der Fruchtschmuck ist dezent und spielt gegenüber Blüte und Duft im normalen Garteneinsatz eine untergeordnete Rolle. |
| Widerstandsfähigkeit und Winterhärte |
Gute Frosthärte bis etwa −32 °C (USDA 4b, RHS H7), daher für winterkalte Regionen geeignet. Krankheitsresistenz insgesamt mittel, mit guter Mehltauresistenz und mittlerer Anfälligkeit für Schwarzflecken und Rost, vorbeugende Pflege empfohlen. |
| Gärtnerische Empfehlungen |
Geeignet für Beet, Solitär, Parkpflanzung, Hecke und Schnitt. Pflanzabstand: etwa 120 cm in Gruppen, 110 cm in Hecken, bis 200 cm als Solitär; in Gefäßen sind stabile Kübel mit mindestens 40–50 Litern Volumen zu wählen und gut zu drainieren. |
FERDINAND PICHARD verbindet starken Duft, markante historische Blütenstreifung und robuste Winterhärte mit der anpassungsfähigen, langlebigen Wurzelecht-Qualität im 2-Liter-Topf – eine überlegte Wahl, wenn Sie Ihre Beete dauerhaft bereichern möchten.